2007 -Juni/Juli/August- in Berlin/Montevideo

Austausch mit Uruguay – „Y ustedes- como lo hacen?, wie macht ihr das eigentlich?“ – Veranstaltungen und Seminare zu Zellstofffabriken, Kollektivstrukturen und solidarischer Ökonomie (Uruguay, Deutschland). Mit freundlicher Unterstützung durch den eed.

Ein Teil der Arbeitsgruppe Internationalismus von Grenzenlos e.V. war bereits im Jahr 2005 in Montevideo (Uruguay). Die Projektidee entstand durch Diskussionen und einen Erfahrungsaustausch zum Thema kollektive Wohn- und Arbeitsformen, globale Ungleichheiten und solidarische Ökonomien. In Montevideo stellen Kollektivstrukturen ebenso eine Überlebensstrategie dar. Auf den ersten Blick essentieller, aber auch in den Facetten mit anderen sozialen und politischen Herausforderungen. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sollten herausgefunden werden um voneinander lernen.

Vor dem Austausch wurde vom Kollektiv Isla de las Flores ein erster Teil eines Dokumentarfilms über alternative Wohn- und Arbeitsstrukturen in Montevideo gedreht. Beim Rückaustausch nach Deutschland sollte ein zweiter Teil entstehen, der die Diskussionen und Begegnungen hier wiederspiegelt um die Erfahrungen in Uruguay zu vermitteln.

berlin-hbf  veranstaltung zu zellstoffabriken

Ankunft von Silvia Rodríguez und Moises Quintanella in Berlin und Eindrücke von der Veranstaltung in Neukölln

Im Juni 2007 kamen dann Silvia Rodriguez und Moises Quintanella vom Kollektiv Isla de las Flores zunächst nach Berlin. Sie besuchten diverse Wohn- und Arbeitskollektive in Berlin um unterschiedliche Organisationformen kennenzulernen und Interviews zu machen. Eine Fotoausstellung zu Montevideo wurde in Kreuzberg und Neukölln gezeigt und es gab 3 Veranstaltungen (Berlin/Köln/Bonn) zum Kampf gegen den Bau der Zellulosefabrik am Rio Uruguay. Die Diskussionsansätze über solidarische Ökonomien wurden in einem Wochenendseminar Ende Juli vertieft und der erste Teil des Dokumentarfilms wurde vorgestellt. Im August folgte der Besuch von weiteren Kollektiven im Ruhrgebiet und am 1. September endete der Austausch mit einer Diskussionsrunde bei der erste Ausschnitte des gesammelten Interviewmaterials gezeigt wurden.